Die derzeitige Lage der gesetzlichen Rentenkassen macht es notwendig, dass Geld fürs Alter zurückgelegt wird, denn wie hoch die spätere Rente einmal ausfallen wird, kann nicht vorhergesagt werden. Sicher ist jedoch, dass bei jungen Menschen nicht ausreichend wird, den Lebensstandard zu erhalten, sie wird in diesen Fällen lediglich eine Grundsicherung darstellen.
Um Geld langfristig anzulegen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wichtig ist hierbei in erster Linie, ob der Anleger während der Laufzeit über sein Geld verfügen möchte. Sofern Verfügungen möglich sein sollen, bieten sich Fondssparpläne an. Hierbei erfolgt die Anlage des monatlichen Sparbetrages in einem Investmentfonds, der je nach Risikomentalität des Anlegers ausgesucht werden kann.
Sicherheitsorientierte Anleger sollten hierbei Geldmarkt- oder Rentenfonds nutzen, wer ein etwas höheres Risiko eingehen und gleichzeitig höhere Erträge erzielen möchte, sollte hingegen in Mischfonds oder reine Aktienfonds investieren. Wer in derartige Fonds investiert sollte jedoch bedenken, dass die Kurse bei einer Verfügung deutlich niedriger liegen können als beim Kauf. Somit würde ein Verkauf von Fondsanteilen einen Verlust bedeuten.
Für den langfristigen Vermögensaufbau für sicherheitsorientierte Kunden bieten auch die Banken Anlageformen, und zwar den klassischen Banksparplan. Der Anleger hat hierbei die Sicherheit, dass keine Kursschwankungen geschehen können, auch Verluste sind ausgeschlossen. Die Rendite derartiger Banksparpläne liegt derzeit jedoch nur zwischen 3,5-4,5% p.a. Anlagen in Aktienfonds hingegen können bis zu 9% pro Jahr erwirtschaften.
Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich weiterhin Renten- und Kapitallebensversicherungen. Beide bieten eine zwar nur geringe Verzinsung, die Anleger werden aber an den Gewinnen der Versicherungsgesellschaften in Form von Überschüssen beteiligt. Für alle Menschen, die als Arbeitnehmer beschäftigt sind oder sich derzeit in der Elternzeit befinden, kann auch die Riester-Rente eine gute Möglichkeit sein, langfristigen Vermögensaufbau zu betreiben.
Die Förderung kann hierbei jedoch nur dann genutzt werden, wenn das Geld später als Zusatzrente in monatlichen Rentenzahlungen zur Verfügung steht. Eine Einmalauszahlung des angesparten Geldes ist hier ausgeschlossen.