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Bundeswertpapiere (z.B. Bundesanleihen, Bundesschatzbriefe Typ A und B)
Wertpapiere des Bundes sind eine sichere Geldanlage mit durchaus respektablen Renditen, wenn man bedenkt, dass der Anleger, des sich für Bundeswertpapiere entscheidet, die Sicherheit seiner Geldanlage über die Erträge stellt. Dazu kommt, dass der Erwerb und die Lagerung bei der Finanzagentur GmbH ohne zusätzliche Kosten sind.
Alle Bundeswertpapiere wie Bundesschatzbriefe, Bundesobligationen, Finanzierungsschätze des Bundes und seit Juli vergangenen Jahres auch Tagesanleihen können bei der Deutschen Finanzagentur GmbH in Frankfurt am Main, die im Auftrag des Bundes tätig ist, gekauft und verwaltet lassen werden. Dazu muss sich der Anleger ein kostenloses Schuldbuchkonto einrichten lassen. Wer bereits über ein Wertpapierdepot bei seiner Hausbank verfügt, kann natürlich auch dort die Wertpapiere erwerben.
Statistisch gesehen bevorzugen die deutschen Anleger die Bundesschatzbriefe, die eine Laufzeit von sechs oder sieben Jahren haben und mindestens 52 Euro Anlagekapital benötigen. Der Anleger bleibt bei den Bundesschatzbriefen trotz der Laufzeit flexibel, weil diese bereits nach dem ein Jahr Laufzeit beendet ist, wieder zurückgegeben oder in andere Papiere getauscht werden können, wenn die dann bessere Konditionen bieten. Werden die Schatzbriefe aber bis zum Ende der Laufzeit im Depot gehalten, kann der Anleger von der so genannten Zinstreppe profitieren, mit Zinsen, die in jedem Jahr ansteigen.
Bundesschatzbriefe
Den Anlegern werden die Bundesschatzbriefe in zwei Formen angeboten Typ A und Typ B. Die Schatzbriefe vom Typ A haben eine sechsjährige Laufzeit und die Zinszahlung erfolgt jährlich und die vom Typ B haben eine siebenjährige Laufzeit, bei der die Zinsen gesammelt werden und erst am Ende der Laufzeit zur Auszahlung kommen. Das macht es dem Anleger möglich, Zinserträge in die Zukunft zu verschieben.
Damit kann umgangen werden, dass die jährlichen Sparerfreibeträge ausgeschöpft sind und die Zinsen versteuert werden müssen. Aber spätestens nach Ablauf der sieben Jahre wird dann die Abgeltungssteuer fällig, wenn die Zinserträge entsprechend hoch sind. Außerdem bieten Bundesschatzbriefe den Vorteil, dass sie während der Laufzeit getauscht werden können, das kann sinnvoll sein, wenn aktuelle Schatzbriefe zu besseren Zinskonditionen ausgegeben werden, als die, die der Anleger in seinem Besitz hat.

Bundesobligationen
Bundesobligationen sind ordentlich in der Rendite und haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Während der Laufzeit werden einmal jährlich die Zinsen ausgezahlt, sodass sie sich nicht zum Steuern sparen eignen. Kaufen kann der Anleger die Bundesobligationen zum aktuellen Börsenkurs, das heißt natürlich auch, dass Bundesobligationen Kursschwankungen unterliegen, aber nur dann, wenn sie vor Ablauf der Laufzeit verkauft werden. Werden die Papiere bis zum Ende der Haltefrist gehalten, ist der Anleger vor Verlusten geschützt.
Finanzierungsschätze des Bundes
Die Finanzierungsschätze des Bundes bieten wiederum die Möglichkeit, Zinserträge in die Zukunft zu schieben und sie als Steuersparmodell einzusetzen. Die Laufzeit der Finanzierungsschätze liegt bei ein oder zwei Jahren, währenddessen sind sie nicht kündbar. Mit einem Mindestanlagebetrag von 500 Euro können Finanzierungsschätze gekauft werden, die zu erwartende Rendite, ist mit der für Tagesgeld vergleichbar. Sie liegt bei um die vier Prozent. Die Besonderheit der Finanzierungsschätze liegt darin, dass es abgezinste Wertpapiere sind, das heißt, wer im Wert von 500 Euro kauft, muss nur den abgezinsten Betrag von 461,40 bezahlen und bekommt am Laufzeitende 500 Euro ausgezahlt.
Tagesanleihe
Seit dem Sommer des Jahres 2008 macht der Bund den Tagesgeldanbietern Konkurrenz. Seit dieser Zeit gibt es die Tagesanleihe des Bundes, die ähnlich wie Tagesgeld täglich verfügbar ist und im Zinssatz nur geringfügig niedriger als das Tagesgeld bei den meisten Banken und Sparkassen. Da die Anleger aber größeres Vertrauen in den Bund haben, als in die Banken, wurde die Tagesanleihe sehr gut angenommen.
Wer den Kauf von Bundeswertpapieren, egal welcher Art erwägt, sollte sich dafür bei der Finanzagentur GmbH ein Schuldbuchkonto einrichten lassen. Viele Anleger nutzen die Depots bei ihrer Hausbank und werden dabei mit Gebühren belastet, die sich einsparen lassen.
Alle Formulare, die man für die Kontoeröffnung benötigt, können im Internet auf den Seiten der Finanzagentur heruntergeladen werden. Diese Bank des Bundes arbeitet genau nach dem gleichen Schema, wie die Direktbanken. Wenn die Kontoführung online erfolgt, werden alle Kauf- und Verkaufsaufträge über das angegebene Referenzkonto abgewickelt.
Jeder Anleger sollte bedenken, das Sparen fängt beim Sparen an, was heißt, wo Gebühren gespart werden können, sollte das auch getan werden. Unnötige Kosten schmälern nur die Erträge und wo sie vermieden werden können, da sollte das jeder tun.