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Alles zum Einlagensicherungsfonds
Der Einlagensicherungsfonds ist so etwas wie ein Garantiefonds und dient dem Schutz der Kundengelder für den Fall, dass eine Bank in die Pleite geht. Jede Bank in Deutschland kann freiwillig entscheiden, ob sie dem Einlagensicherungsfonds beitritt. Deutschlands namhafte Banken gehören also alle freiwillig diesem Fonds an. Jährlich müssen sie einen bestimmten Betrag in den Einlagensicherungsfonds einzahlen, der sich in der Höhe nach dem Umsatz und der Bonität der Bank richtet.
Dieser spezielle Einlagenschutz betrifft die Guthaben von privaten Sparern und Unternehmen der Wirtschaft. Geschützt werden dabei Guthaben auf Girokonten, Festgeld, Tagesgeld und Sparbriefe. Nicht geschützt sind Wertpapierdepots, die die Banken letztlich nur verwalten und Inhabereinlagenzertifikate oder Schuldverschreibungen.
Nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz ist jedoch nur eine Mindestabsicherung vorgeschrieben. Danach sind die Einlagen der Kunden der Bank bis zu einer Höhe von 90 Prozent und maximal 20.000 Euro je Kunde bei einer Pleite der Bank geschützt. Dieser Entschädigungseinrichtung müssen die Banken gezwungenermaßen angehören.
Den Geschäftsbedingungen der Banken kann jeder Kunde entnehmen, ob eine Bank dem Einlagensicherungsfonds angehört. Wie wichtig diese Angelegenheit ist, wurde gerade jetzt im Zusammenhang mit der Finanzkrise bei der deutschen Tochter von Lehman Brothers oder bei der Kaupthing Bank deutlich. Die Kunden werden entschädigt.
In einem wirklichen Ernstfall von mehreren Bankenpleiten ist aber davon auszugehen, dass die Mittel im Einlagensicherungsfonds nicht ausreichen werden, um alle Kunden entsprechend zu entschädigen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung im Oktober 2008 eine Staatsgarantie für alle privaten Einlagen der Kunden deutscher Banken ausgesprochen.
Um das Vertrauen der privaten Verbraucher wieder herzustellen, hat auch das Europäische Parlament einen verbesserten Schutz der Einlagen auf Konten beschlossen. Im Sommer kommenden Jahres steigt die Sicherungsgrenze auf 50.000 Euro, bis zum 30.06.2009 müssen alle EU-Mitgliedsstaaten diesen Beschluss umsetzen. Schon heute haben viele EU-Länder die Einlagensicherung erhöht.
In Deutschland ist die Einlagensicherung bei vielen Banken nicht auf einen Betrag begrenzt. Im Entschädigungsfall bekommen die Anleger ihre gesamten Einlagen erstattet.
Deutsche Sparer und Anleger müssen, wenn sie ihr Geld bei deutschen Banken und Kreditinstituten anlegen, nicht um ihre Ersparnisse fürchten. Die Staatsgarantie durch die Bundeskanzlerin gibt zusätzliche Sicherheit. Niemand muss sein Geld im Sparstrumpf zuhause aufbewahren, bei den Banken in Deutschland ist es sicher aufgehoben.
Weitere Informationen zum Einlagensicherungsfonds finden Sie hier:
- Einlagensicherungsfonds Wikipedia
- Abfragemöglichkeit zu einzelnen Banken des Sicherungsfonds
- Wie sicher ist der Einlagensicherungsfonds aus der Wirtschaftswoche
- Wie sicher ist mein Geld auf der Bank aus dem Stern.de
Top Tip: Abgesichert durch den Einlagensicherungsfonds sind übrigens unsere beiden Top Tips: das Tagesgeld der Comdirect und das Festgeld der Mercedes Bank.