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Cost Average Effekt
Der Cost Average Effekt ist vor allem für Anleger interessant, die sich im Zusammenhang mit der privaten Altersvorsorge nach Anlagemöglichkeiten umsehen, die mit einer ordentlichen Rendite verbunden sind. Dafür eignet sich besonders das Langzeitsparen in Investmentfonds über einen so genannten Fondssparplan. Auch Anleger, die skeptisch sind, weil sie gerade wieder erleben mussten, wie an der Börse die Kurse einbrechen, brauchen sich vor Kursschwankungen nicht wirklich zu fürchten. Mit der richtigen Strategie bei der Geldanlage in einem Fondssparplan bringt dieser Effekt über die Jahre betrachtet traumhafte Renditen.
Im Gegenteil, von den Kursschwankungen kann der Anleger profitieren.

Grundsätzlich ist ein Investment in Aktien oder in Fonds immer riskanter, als die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere, aber genau da, wo das Risiko liegt sind auch die Chancen.
Mit dem Fondssparen kauft der Anleger nicht eine einzelne Aktie eines bestimmten Unternehmens sondern er kauft Anteile aus einem Aktienfonds, in dem viele verschiedene Aktien aus einer bestimmten Branche einem Land oder einer Region zusammengefasst sind. Alle Statistiken, die es über die Entwicklung von Aktienfonds gibt, belegen, dass über einen langen Zeitraum betrachtet, gute Fonds Renditen im zweistelligen Bereich erwirtschaften.
Über den Fondssparplan spart der Anleger jeden Monat einen festen Betrag, die meisten Sparpläne beginnen bei einem Mindestbetrag von 50 Euro und nun ist es völlig unerheblich, ob der Kurs des Fonds gerade gefallen ist oder steigt. Der Cost Average Effekt bewirkt, dass bei sinkenden Kursen für 50 Euro mehr Fondsanteile gekauft werden und bei steigenden Kursen eben weniger Anteile. Wenn über die Jahre betrachtet aus diesen dann der Durchschnitt gebildet wird, stellt man fest, dass die Kaufkosten positiv beeinflusst wurden.
Vorteile des Cost Average Effektes
Die Vorteile des Cost Average Effektes werden besonders deutlich, wenn die Kaufkosten mit denen eines Anlegers verglichen werden, der zu einem Tag X alle Fondsanteile auf einmal erworben hat. Angenommen er musste zu diesem Zeitpunkt 100 Euro pro Anteil aufbringen und ein halbes Jahr später sinkt der Kurs auf 90 Euro pro Anteil, dann hat der Anleger pro erworbenem Anteil 10 Euro verloren. Der Anleger, der über einen Fondssparplan kauft, kauft jetzt bei einem Preis von 90 Euro prozentual mehr Anteile ein, sodass er am Ende durchschnittlich niedrigere Kaufkosten hatte oder eben mehr Anteile für sein Geld bekommen hat, als der Anleger, der sein Investment bei einem hohen Kurs mit einer einmaligen Investition getätigt hat.
Cost Average Effektes ist ähnlich dem Zinseszinseffekt
Der Cost Average Effekt ist, ähnlich wie der Zinseszinseffekt, erst richtig wirksam, wenn der Anlagehorizont langfristig ist. Wichtig ist, dass sich der Anleger, bevor er einen Fondssparplan eröffnet mit den verschiedenen Angeboten vertraut macht. Als Grundlage können bei schon länger bestehenden Fonds die Entwicklungen in der Vergangenheit dienen, bei anderen Fonds, wie zum Beispiel denen der erneuerbaren Energien, muss auf die Zukunftschancen vertraut werden. Und der Klimawandel zum Beispiel zeigt eindeutig, wohin die Richtung gehen muss, was diesen Fonds in ihrer Entwicklung gute Chancen verspricht. Die Entwicklung des Wertes eines Fonds muss auch in größeren Zeitabschnitten betrachtet werden. Wo kann der Fonds in zehn Jahren stehen und nicht, wie der Kurs im Moment ist, wo die Finanzkrise alle Kurse zum Fallen gebracht hat.

Für das Sparen in Fondssparplänen braucht man also auch einen langen Atem, und wenn das Geld für die Altersvorsorge gedacht ist, sollte möglichst auch nicht vorher ausgestiegen werden, auch wenn der Fonds mal Rückschläge erleidet. Wenn sich allerdings herausstellt, dass der besparte Fonds ein Fehlgriff war, dann sollte das Vermögen rechtzeitig in einen anderen Fonds umgeschichtet werden. Das verursacht geringfügige Kosten, die sich aber durch eine mögliche bessere Rendite leicht verschmerzen lassen.
Fondssparpäne
Jeder Anleger, der sich für einen Fondssparplan entscheidet, muss sich auch mit den verschiedenen Arten der Fonds beschäftigen. Am renditeträchtigsten aber eben auch am risikoreichsten sind Aktienfonds. Wer das Risiko minimieren möchte und dennoch vom Cost Average Effekt profitieren möchte investiert vielleicht lieber in Renten- oder Geldmarktfonds.
Wer in Aktienfonds investiert ist, und das angesparte Vermögen in absehbarer Zeit nutzen möchte, der sollte rechtzeitig die Fondsanteile in sichere Papiere umschichten, so vermeidet der Anleger, dass ein Kursverfall ihm zum Ende der anvisierten Laufzeit Verluste beschert, die nicht mehr ausgesessen werden können.
Ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Wahl des richtigen Fonds sind auch die Kosten, die mit dem Depot und dem Ausgabeaufschlag verbunden sind, denn diese schmälern natürlich die Rendite. Eine Reihe von Fondsvermittlern bieten etliche Fonds an, für die keine Ausgabeaufschläge zu zahlen sind.
Weitere Informationen zum Cost Average Effekt finden Sie hier:
- Wikipedia Erklärung zum Cost-Average-Effect
- Vorteil des Cost Average Effect
- Gibt es einen Cost-Average-Effekt? (PDF Format) / Universität Münster
- Gute Erklärung zum Cost Average Effekt
- der berühmte Cost-Average-Effekt / Forum Wallstreet Online
- Erklärung bei GuteFrage.net zum Cost Average Effekt