You are hereMischfonds
Mischfonds
Mischfonds sind für Anleger geeignet, die unentschlossen sind, denen das Risiko bei reinen Aktienfonds zu groß ist und die Rendite bei Rentenfonds zu klein. Wie der Name schon sagt, sind Mischfonds eine Mischung aus beiden Fondstypen. Aktienanlagen werden mit festverzinslichen Wertpapieren gemischt. Mit Mischfonds können Anleger sowohl von der einen Art Fonds als auch von der anderen Art partizipieren und ihr Risiko in Grenzen halten. Ein guter Kompromiss für den unentschlossenen Anleger.
Bei dem Investment in Mischfonds kann sich der von der Professionalität der Fondsmanager profitieren, die diese Fonds verwalten. Wenn die Aktienkurse steigen, kann der Fondsmanager seine Anlagestrategie entsprechend darauf ausrichten und den Aktienanteil des Fonds erhöhen und in schlechten Börsenzeiten, die Strategie verändern und mehr Wert auf festverzinsliche Wertpapiere legen. Bei einem vorausschauenden und qualitativ hochwertigen Fondsmanagement lassen sich dann ordentliche Renditen erzielen.
Auch bei den Mischfonds gibt es verschiedene Arten. Sie sind von den Fondgesellschaften auf die Anlegergruppe der Unentschlossenen ausgerichtet. Anhand der Risikoklassen kann der Anleger erkennen, wie sich der Fonds zusammensetzt. Die Bezeichnung Wachstum soll signalisieren, dass es sich um einen Fonds handelt, dessen Schwerpunkt in der Anlagestrategie auf Aktien liegt. Fonds, die eher auf die Rendite orientiert sind, haben den Schwerpunkt hingegen bei festverzinslichen Wertpapieren. Fonds, die den Beinamen Balance tragen, sind ausgewogene Fonds, bei denen sich Aktien und festverzinsliche Wertpapiere die Waage halten.

Wie das dann im Einzelnen erfolgt, ist Sache der Fondsmanager. Wer sich für einen solchen Fonds entscheidet, sollte aber vorab den Verkaufsprospekt des Fonds genau studieren. In diesem ist genau definiert, nach welchen Aspekten der Fondsmanager entscheidet. Ist im Fonds genau vorgegeben, wie hoch der prozentuale Anteil an festverzinslichen Wertpapieren sein muss, sind dem Fondsmanager die Hände gebunden, wenn es an der Börse eine Aufschwungphase gibt, denn er darf den Anteil der Aktien nicht zulasten der festverzinslichen Wertpapiere erhöhen. Gleiches ist im umgekehrten Fall, muss ein prozentualer Anteil an Aktien im Fondsbestand gehalten werden, dann wird sich eine negative Entwicklung an den Börsen auch negativ auf den Fonds auswirken.
Der Anleger, dem das egal ist, kann auch überlegen, ob er nicht einen reinen Aktienfonds wählt, dann kann er in Wachstumsphasen hundertprozentig profitieren. Das zeigt die Risiken, die solche Mischfonds mit sich bringen, sie sind in gewisser Weise nichts Halbes und nichts Ganzes. Mit der Anlage in reine Aktienfonds oder reine Rentenfonds kann der Anleger auch jeden Fall die Möglichkeiten der Rendite besser ausnutzen. Mischfonds sind weder Fisch noch Fleisch. Anleger, die das erst später erkennen, können ihre Entscheidung natürlich revidieren und sich eine Anlageform aussuchen, die bessere Chancen bietet.
Gerade für Neueinsteiger in Investmentfonds bilden die Mischfonds so etwas wie einen Einstieg, das Risiko hält sich in Grenzen und die Entwicklung kann über einige Zeit abgewartet werden. Sinnvoll ist es, die Entwicklung des Mischfonds mit der anderer Fonds zu vergleichen und dann die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen. Eine Optimierung der Geldanlage ist immer möglich.

Der Einstieg in Mischfonds ist nicht nur mit einer Einmalanlage möglich, auch hier hat der Anleger die Möglichkeit das Fondssparen zu nutzen. Mit einem Fondssparplan, den es in der Regel ab 25 Euro Sparrate im Monat gibt, kann der Vermögensaufbau gerade bei jüngeren Leuten beginnen. Fondssparen bietet den großen Vorteil, dass der Anleger sowohl in guten als auch in schlechten Zeiten profitieren kann. Bei hohen Anteilspreisen erwirbt der Anleger für seine Sparrate weniger Anteile und bei niedrigen Anteilspreisen eben mehr. Daraus kann dann ein Durchschnittspreis errechnet werden, aus dem sich ergibt, dass der Kunde mit seiner Sparrate insgesamt mehr Anteile kaufen konnte, als es ihm mit einem Einmalbetrag möglich gewesen wäre. Dieses Phänomen wird als Cost Average Effekt bezeichnet.
Viele Fondsvermittler, die ihre Fonds ohne Ausgabeaufschläge anbieten, aber auch alle Banken oder Direktbanken bieten den Anlegern die Möglichkeit, den Vermögensaufbau beziehungsweise die Altersvorsorge über Fondssparpläne zu realisieren. Der einmal gewählte Mischfonds muss dann aber nicht lebenslang bespart werden. Ein Wechsel in einen attraktiveren Fonds ist möglich. Einschränkungen gibt es nur für die Anleger, die ihre vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers in den Sparplan einbringen wollen. Für die Anlage der vermögenswirksamen Leistungen stehen nur ausgewählte Fonds zur Verfügung.